Alt-Markkleeberg

Im Jahre 1190 wurde Alt–Markkleeberg erstmals erwähnt. Älteste Sammlungen menschlicher Tätigkeit aus einer Zeit von vor 280.000 – 300.000 Jahren entdeckte man hier. Für Chronisten der Völkerschlacht ist der Name ebenfalls bekannt, da am Torhaus des ansässigen Rittergutes blutigste Stellungskämpfe stattfanden.

Älteste Bauwerke der Stadt sind das Torhaus mit Herrenhaus und die Auenkirche, die sich einzigartig in der Region zeigen. Hierzu gehört in direkter Nachbarschaft das Gehöft des Pleißefischers Eser, der bis etwa 1930 seinen Beruf ausübte.

Dr. Paul Hoppe, ein moderner Ökonom, mietete 1917 das Markkleeberger Rittergut; 15 Jahre später erwarb er es. Als einer der ersten setzte er Dampfpflüge ein. Nach 1945 wurde es Versuchsgut, das Herrenhaus zum Krankenhaus umgestaltet, später zum Altenpflegeheim. Nach 1990 ersteigerten die Erben das Torhaus des Ritterguts zurück und etablierten daraus ein sehenswertes Heimatmuseum.

Vor und nach dem ersten Weltkrieg erbauten ehrenhafte Leipziger Vorstadthäuser und zahlreiche Villen in einer Siedlung an der Bornaischen Straße. Da Komponisten als Straßennamen geführt wurden, ergab sich daraus das "Musikerviertel" Ab den 30–er Jahren wurde die Siedlung "Goldene Höhe" an der Straße nach Wachau errichtet. Das Gebiet um die alte Mühle stand im Kontrast zur Tagebaulandschaft, die die Region später dominierte, wie es stärker nicht sein konnte.

Die Rittergutsanlage mit renoviertem Torhaus, Auenkirche, Bauerngehöfte sowie Gründerzeitvillen und tonangebende Wohnanlagen prägen das heutige Ortsbild. In stiller Umgebung entwickelt sich seit Mitte der neunziger Jahre die "Wohnsiedlung Rathenaupark".

Alles in allem wird der Ortsteil durch seine Lage zwischen Leipzig und dem Markkleeberger See sowie durch verschiedene Bebauungsphasen weiterhin seinen Reiz sichern.