Deutzen

Deutzen

Alt–Deutzen wurde erstmalig im Jahre 1238 urkundlich erwähnt. Es wird berichtet, dass ein Herwicus de Dycin (Herbert von Deutzen) als Zeuge bei einem Gütertausch zwischen König Wenzel von Böhmen und dem Kloster Plaz mit anwesend war.

Im 16. Jahrhundert ermutigte die Bauernerhebung auch die "pauerschleit" sich gegen die harten Abgaben der Feudalherren in Deutzen aufzulehnen. Am 12. Juli 1525 wurde einer der Bauernführer namens Martin (Merten) Schuster " uf empfel unseres gnedigen herrn, des Churfürsten zu Sachsen" mit weiteren Anführern auf dem Markt in Altenburg mit dem Schwert hingerichtet.

Industriewasserturm Sowohl Görnitz als auch Alt–Deutzen fielen in der ersten Hälfte der 60er Jahre dem Tagebau Borna zum Opfer, wie bereits vorher Blumroda und Hartmannsdorf. In der Nähe der Ortschaft gibt es die "Straße der Braunkohle", die einen touristischen Streifzug nach Deutzen unentbehrlich macht.

Deutzen bietet seinen Touristen eine Bibliothek, eine Freilichtbühne sowie den Kulturpark Deutzen als soziokulturelles Zentrum. Ebenso gibt es den Wasserturm als auch den Industriewasserturm zu bestaunen.

Der Ort entwickelte sich sehr wechselvoll. Die landwirtschaftliche Entwicklung dominierte bis zum 18. Jahrhundert. Für diese bäuerliche Tätigkeit bot die Lage des Ortes in den Auenbereichen der Pleiße und der weißen Elster 25 km südlich der Stadt Leipzig günstige Voraussetzungen.

Wasserturm Deutzen Dieser Landschaftsbereich unterstützte zugleich vor Millionen Jahren die Entstehung der Braunkohle. Diesbezüglich begannen gegen Ende des 19. Jahrhunderts anfänglich geringe Schürfungen und um 1900 die industrielle Nutzung der Braunkohle. Die Errichtung des Braunkohlewerkes in Deutzen zog Menschen aus den unterschiedlichsten Gegenden Deutschlands an, darunter bemerkenswert viele Bayern. Einen Wandel in der Gemeinde bewirkte der Braunkohleabbau in der örtlichen Wirtschafts– und Bevölkerungsstruktur – von der Land– zur Industriegemeinde. Heute zählt die Gemeinde 2.500 Einwohner.

Deutzen selbst wird geprägt von typischen Bergarbeitersiedlungen. Diese sind historisch wertvolle Zeitzeugen. Die Sanierung dieses Wohnungsbestandes hebt das Ortsbild hervor und lässt den historischen Charakter der Siedlung wieder attraktiv erscheinen.

Auf dem ehemaligen Gelände des Braunkohlewerkes entstand 1993 ein neues Gewerbegebiet. Für die Sanierung belasteter Böden und Wässer entwickelte sich die heutige "Umweltschutz Deutzen GmbH" – ein Teilbetrieb der Ruhrkohle AG Essen. Die früheren Tagebaue werden einer Seenlandschaft und großzügigen Naturschutzgebieten weichen, darunter auch das Restloch Deutzen ,welches sich zu einem Biotop umwandelt. Eine hochwertige Bergbaufolgelandschaft entwickelt sich, die durch Rad– und Wanderwege eine wertvolle Ergänzung erfährt und der Naherholung dient.

Für Speis und Trank gibt es in Deutzen folgende gastronomische Einrichtungen.

Haben wir Ihre Neugier geweckt, dann nehmen Sie teil unter www.deutzen.de