Naturschutzgebiet "Eschefelder Teiche"

Eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet "Kohrener Land" erstreckt sich in direkter Nähe zu Thüringen das Naturschutzgebiet "Eschefelder Teiche".

Eschefelder Teiche
Die traditionsreichen Teiche wurden seit dem Mittelalter zur Produktion von Speisefischen angelegt. Das Anlegen der Teiche resultierte aus bestehenden Stauschichten im Altenburger Lößlehmgebiet, die zu Vernässungen und Quellenreichtum führten. Die Ersten entstanden im 13. und 14. Jahrhundert am Nord–Ost–Rand des Acker–Wald–Gebietes Windischleuba.

1457 wurde durch den Auftrag des Herrn von Einsiedel, dem Inhaber der Burg Gnandstein, ein Großteich für Fischereizwecke angelegt. 1476 und 1579 fanden Erweiterungen sowie Aufschüttungen des Dammes auf der Frohburger Seite statt.

Zum ersten Mal erwähnt wurde 1551 der Ziegelteich, 1586 der geteilte Streckteich und 1610 der Kinderteich.

Aufgrund von Sanierungsarbeiten entstand 1926 der Neuteich am Straßenteich. Die "Himmelsteiche" werden überwiegend zur Fischzucht genutzt.

1933 wurde eine Rohrverbindung zur Wyhra gelegt, da die Wasserstände der Teiche starken Niederschlagsschwankungen unterlagen. Dies ermöglichte eine Wassereinspeisung in die Teiche.

Am 11.09.1967 ereignete sich in der Entwicklung der Eschefelder Teiche ein bedeutender Schritt. Das Naturschutzgebiet wurde aus der Taufe gehoben. Somit wird ein essentieller Schutz besonders für die vom Aussterben bedrohten Arten gewährleistet. Die zahlreichen Eindrücke und Wahrnehmungen der Besucher werden seit 1912 in den "Teichtagebüchern" festgehalten.

In der Naturschutzstation "Teichhaus Eschefeld" kann man ein breit gefächertes Schulungsprogramm erleben, Gastronomie und Pension inbegriffen. Hier genießen Feinschmecker von September bis April hauptsächlich Fischspezialitäten aus den Eschefelder Teichen.