Geschichte von Espenhain

Der Vorläufer von Espenhain war das altsorbische Dorf Miertzsch. Espenhain wurde im Jahre 1150 als Platzdorf gegründet, dies geschah durch eine Beförderung durch Wiprecht von Groitzsch. Die wesentliche Namensvergebung fand 1350 statt; im Jahre 1322 wurde Espenhain als Hespenhain urkundlich erwähnt.

Der Ort blieb über mehrere Jahre hinweg ein kleines Bauerndorf mit ca. 20 Bauerngütern. Heute liegt Espenhain etwa 9 km von der Kreisstadt Borna entfernt.

Espenhain
Espenhain besitzt eine kleine Dorfkirche, die im Jahre 1709 erbaut wurde.

Durch den Grundbesitzer W. Herfurth begann im Jahre 1896 der Braunkohleabbau. Die zum Tagebau gehörende Industrie veränderte Ort und Landschaft.

Das Industriegebiet wurde in Espenhain ausgebaut und in den Jahren 1937 – 1994 570 Mio. Tonnen Kohle gefördert.

Um Leben und Wohnen 1905 attraktiv zu gestalten, baute die Gewerkschaft "Margaretha" 3 Siedlungshäuser für 18 Familien. Die Einwohnerzahl stieg innerhalb dieses Jahres von 230 auf über 400. Danach stellte die Gewerkschaft den betrieblichen Tiefbau ein und förderte den Abbau über Tage.

Ein Kohleveredelungswerk mit Brikettfabriken, zwei Großkraftwerken und einer Schwelerei errichtet 1938 – 1942 die Aktiengesellschaft Sächsische Werke (ASW). Die Teerverarbeitung lief im Jahre 1943 an. Ein Jahr später wurden die Produktionsanlagen durch mehr als 3.000 anglo–amerikanische Sprengbomben zerstört.

Nach Kriegsende erschwerte sich der Wiederaufbau, doch in den 50er Jahren entstanden Betriebsanlagen, ein Kulturhaus und eine Zentralschule.

Nach dem Verlauf der Nachkriegsjahrzehnte entwickelte sich das Werk Espenhain zum größten Umweltverschmutzer im Leipziger Raum. Besonders davon betroffen waren Mölbis und andere Orte in der Nachbarschaft. In den 70er Jahren wurde mit dem Bau einer biologischen Abwasserreinigung begonnen. Trotz alledem blieb es bei einer verschmutzten Pleiße. Die Karbochemische Industrie endete im Jahre 1990 in der Region.

Im August 1990 erreichte man durch die Stilllegung der Kohleveredlungsanlagen eine spürbare Luftbereinigung. Die Gemeinden zählten 1956 2.350 Einwohner, im Jahre 1990 nur noch 1.545 Einwohner. Die Orte Pötzschau (1995), Oelzschau (1996) und Mölbis (1999) wurden zu Espenhain eingemeindet.
Die Einweihung des "Campus Espenhain" erfolgte im Jahre 1998.

Lassen Sie sich auch von der Gastronomie und in der gepflegten Pension verwöhnen.