Gaschwitz

Gaschwitz
Zentaler Mittelpunkt dieses beschaulichen Dorfes mit altsorbischen Wurzeln war das Rittergut. Ab dem 16. Jahrhundert erlebte es auf Grund adliger und geistlicher Geschlechter eine wechselvolle Geschichte, bis es 1925 die Sächsischen Werke erwarben. Seit 2000 ist die Stadt Markkleeberg neuer Eigentümer der einst eindrucksvollen, jetzt verfallenen Schlossanlage und plant die Restaurierung.

Vom anmutigen Naherholungs– und Luftkurort in der Pleißenaue zum Arbeiterdorf – diesen Werdegang erfuhr Gaschwitz im 20. Jahrhundert. Der Bau eines beachtlichen Rangierbahnhofes und die Eröffnung des Eisenbahnhaltepunktes im Jahre 1874 trugen wesentlich dazu bei, dass einfache Arbeiter Lohn und Brot fanden. Um 1960 devastierten zahlreiche Bergleute zum Teil ihren eigenen Wohnort. So war Gaschwitz nur noch eine Bahnstation im Zentrum von Kraterlandschaften.

Bis heute wirkt die Vergangenheit nachhaltig, denn der Markkleeberger Ortsteil ist der Einzige, der keinen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat. Auf der einen Seite mindert der Bau der A 38 die Wohnqualität, auf der anderen erhöht die Entwicklung des Neuseenlandes den Reiz zum Ansiedeln.