Der Pulverturm

Pulverturm
Der Rest des ehemaligen Geithainer Freihofes – einem burgähnlichen Anwesen – besteht aus dem Pulverturm. Er ist ein Überbleibsel aus dem 12. Jahrhundert und war Teil der nördlichen Stadtmauer.
Die Bedeutung erlangte der Pulverturm als Gefängnis sowie Spähturm und seine Bezeichnung prägte sich durch die Einlagerung von Kanonenkugeln und Pulver ein.

Mit der Erhebung des Stadtrechts ging die Führung aus den Händen des Schultheiß in die des Bürgermeisters über. Dem landesherrlichem Vogt (Richter), der im Freihof wohnte, war immer noch die Rechtsprechung untergeordnet.

Mit der Schaffung eines stehenden Militärs durch Kurfürst Johann Georg III wurde Geithain zur Garnisionsstadt erhoben. Den Freihof erhielt den Rang eines Königlich–Sächsischen Proviantamtes.