Burg Gnandstein

Der Mittelpunkt im Naturschutzgebietes Kohrener Land gehört zu den ältesten und besterhaltenen romanischen Wehranlagen in Sachsen.

Burg Gnadstein
Markant in ihrer Form, imposant in den Ausmaßen, reckt sich der 33 m hohe Bergfried ins Firmament. Er bietet ein Panorama voller Anmut und Harmonie. Bei klarer Sicht eröffnen sich im Süden die Höhenzüge des Erzgebirges, im Norden das geschichtsträchtige Leipziger Völkerschlachtdenkmal.

Über dem Tal der Whyra auf einen Porphyritfels, gründete der Adlige Gnanno aus dem Frankenland mit Siedlern im 12. Jahrhundert das Fort. Durch Gefolge der Wettiner zur Burg ausgebaut, besteht ihr mittelalterlicher Kern aus dem Turm, einer mächtigen Schildmauer, der schützenden Zwingeranlage und dem epochalen Palas. Ein besonderer Leckerbissen versteckt sich dort – das offizielle Trauzimmer der Stadt Kohren–Sahlis. Der himmlische Rittersaal mit seltenen 3–fach gekoppelten Rundbogenfenstern sehnt sich nach Ihren Worten
"JA, ich will! "

Die Burg lebt von Kontrasten. Brunnenhaus und dreigeschossiger Wehrkeller unter dem Nordflügel wirken fast Furcht einflössend.

Von 1384 – 1945, über ein halbes Jahrtausend, war die Burg in Besitz einer einzigen Familie, derer von Einsiedel. Sie bewohnten den Südflügel. Seine schlossartig gestalteten Räume und die Kemenate (Heizräume, meist Frauenzimmer) stammen aus dem 18. Jahrhundert. Historisches Interieur, geschmackvolle Bauernmöbel, "Weißes Gold" und die schön anzusehende Trachtensammlung bezeugen die Mannigfaltigkeit dieses Kleinodes in den "Gnandsteiner Schaumagazinen". In einem weiteren Raum wird der freiheitsliebende Schriftsteller Theodor Körner geehrt.

Burg Gnadstein
Ästheten und Kunstliebhaber bestaunen in der spätgotischen Burgkapelle eine Ahnentafel mit Portraits der Herren von Einsiedel sowie ein sternförmiges Zellengewölbe mit drei Flügelaltären. Der Marienaltar ist unter Mitwirkung von Peter Breuer mit hochwertiger Schnitzkunst, der Annen– und Bartholomäusaltar. Diese sind zusätzlich mit Gnandsteiner Tafelmalerei vervollkommnet.

Seit 1932 stehen der Öffentlichkeit ein Heimatmuseum und diverse Räume zur Verfügung, nachdem bereits Kapelle und Turm 21 Jahre früher visuell nutzbar waren. In der DDR als Landkreismuseum geöffnet, befindet sich die Burg Gnandstein seit 1992 in sächsischer Hand.

Neben informativen Dauerausstellungen zu den Themen Burg und Kirche zwischen Mulden– und Pleißental unterhält ein vielseitiges Programm Groß und Klein.

Attraktiver denn je ist die Burg mit der edlen "Sammlung Groß", die seit dem 18.06.2004 der Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Fränkin Margarethe Groß schenkte aus ihrem Privatbesitz 338 einzigartige Kunstgüter aus 5. Jahrhunderten mit einem Wert von 1,5 Mio. Euro.

Mit der zukünftigen Freilegung und Rekonstruktion der mittelalterlichen Schwarzküche ergibt sich ein weiteres Teil im Puzzle zur Reise in die Vergangenheit.

Nach dem ausführlichen Erkunden, tafelten wir im ansässigen "Café–Restaurant–Hotel Burg Gnandstein". In anspruchsvollem Ambiente bietet es echte Gaumenfreuden und Ihren Wünschen entsprechende Geselligkeiten.

Um diesen Tag ausklingen zu lassen, Lust wandeln Sie im Gnandsteiner Burggarten, ein pittoreskes Meisterwerk der Gartenkunst!

Nehmen Sie sich Zeit und entlocken Sie die Geheimnisse der Burg Gnandstein. Eine wahre Schönheit aus 8. Jahrhunderten.

Noch mehr über die Burg Gnadstein finden Sie unter www.burg–gnandstein.de.