Wasserturm Groitzsch

2004 feierte der Groitzscher Wasserturm sein hundertjähriges Bestehen mit einem informativen Turmfest inklusive der erstmaligen Turmbesteigung. Nach 138 Stufen hatte der Besucher auf der oberen Aussichtsplattform ein überragendes und stattliches Panorama über das Leipziger Land.

Mit einem Bauvolumen von 233.000 Mark errichtete die Firma August Klönne aus Dortmund nach den Vorlagen des Bauingenieurs Curt Dachsel 1903 – 1904 das Wahrzeichen der Stadt Groitzsch.
Wasserturm

Der Aufbau: 4 geschwungene Hauptstützen und unzählige Streben, halten eine Konstruktion aus Stahlfachwerk in 44,77 m Höhe – ein Gesamtgewicht von sage und schreibe 9,8 t. Die geschwungene Hohlkehle mutet wie eine Halskrause an. Jenes ausgemauerte und weiß verputzte quadratische Behältergeschoss bildet das Gesicht und das überstehende Zeltdach mit seiner anmutsvollen Wetterfahne setzt dem Turm die Krone auf.

Inmitten: ein zylindrischer Stahlbehälter. Er weist ein Fassungsvermögen von 320 m3 bei einem Durchmesser von 8,20 m und einer Höhe von 6,80 m auf. Im 2. Weltkrieg wurde er durch mehrere Durchschüsse in Mitleidenschaft gezogen, was Reparaturen sowie Sanierungen in den Jahren 1961, 1982 und 1992 nach sich zog.

Heute erstrahlt der Groitzscher Wasserturm wieder in neuem Glanz. Dies hat er einer intensiven und kostspieligen Komplettsanierung zu verdanken, die in dem Zeitraum 2002 ⁄ 2003 erfolgte. Das im Volksmund unter dem Namen bekannte "Taubenhaus" wird weiterhin für die Trinkwasserversorgung genutzt.

Zweifelsohne, ein Prachtstück des Deutschen Wasserturmbaus!