Die Wiprechtsburg Groitzsch

Die Ruine der Wiprechtsburg liegt am nordwestlichen Rande der Stadt Groitzsch und zählte um 1100 unter dem Grafen Wiprecht von Groitzsch zu einer der größten Burganlagen im sächsischen Raum. Als Besonderheit gilt die Rundkappelle; sie ist der älteste Steinbau Sachsens den Wiprecht nach böhmischen Vorbild für seine Gattin errichten ließ.

Wiprechtsburg
Im Jahr 1306 wurde die einst mächtige Burganlage zerstört. Es sind nur noch Teile der romanischen Rundkappelle und ein Wohnturmrest (erbaut um 1080) erhalten geblieben. Von 1949 – 1955 stand auf der Wiprechtsburg ein Tanz– und Ausflugslokal.

In den Jahren 1954 – 1968 wurden durch umfangreiche Ausgrabungen die Reste des Wohnturms und der Rundkappelle frei gelegt. Mit dem Abschluss der Ausgrabungen begann die Neugestaltung des gesamten Burggeländes. Es wurde eine Freilichtbühne in den Burgruinen errichtet, ein Weinberg mit über 5000 Rebstöcken, Blumenbeeten und Wanderwegen entlang des Burgberges und der Schwennigke angelegt. Ein Flursteinlapidarium mit mittlerweile 40 Objekten aus der näheren Umgebung steht um den Burgberg verteilt.

In den Sommermonaten finden auf der Wiprechtsburg sehr viele Veranstaltungen statt, die bis weit über die Landesgrenzen hinaus Besucher anlocken, wie z.B. Sonnenwendfeier, Open–Air–Konzerte sowie das alljährlich stattfindende Burgfest.