Großdeuben

Großdeuben

Alles begann nach 600: Vermutlich ordneten Altsorben Großdeuben wie auch Debitzdeuben und Probstdeuben als Rundweiler an. Deuben bedeutet "Ort wo Eichen wachsen, Eichenwald" und leitet sich vom altsorbischen Dubina bzw. dubino ab. Die Ortsbezeichnung Dubin wurde am 4. November 1017 erstmals erwähnt.

1540 weihten die Großdeubener ihre Pfarrkirche ein.

Ende des 19. Jahrhunderts galt Großdeuben als einer der schönsten Villenvororte der Messestadt Leipzig. Darunter das heutige Kinder– und Jugendhaus Großdeuben, dass sich der Ingenieur Paul Ranft 1911 als Wohnhaus errichtete. Da der Ort malerisch in der Elsteraue lag, zog es nicht nur Sommerfrischler, sondern auch Industrielle und Reiche an, die ihren Wohnsitz hier hin verlagerten. Fährt man mit der Eisenbahn nach Großdeuben, kann man von hier das Gebiet der Zwenkauer Harth erkunden.

In den 50er Jahren des 20. Jahrhundert "frassen" sich der Zwenkauer und Espenhainer Tagebau so nah an den Ort heran, dass das Villengebiet an der Harth den Erdboden gleichgemacht wurde. Im Zuge der Wiedervereinigung trat man dem Verfall entgegen.

Gegenwärtig entfaltet sich Großdeuben zum attraktiven Wohnstandort.