Heuersdorf, Großhermsdorf

Die Gründung des Ortes Heuersdorf geht bis in die Siedlungsbewegung des 12. und 13. Jahrhunderts zurück. Heuersdorf wird als Ort erstmals 1487 erwähnt. Im Laufe der Jahre erlebte der Ortsname viele Veränderungen, bis das Dorf 1748 endgültig den Namen Heuersdorf trug.

Heuersdorf/Großhermsdorf
Der heutige Ortsteil Großhermsdorf soll ein Filialdorf eines während der Hussitenkriege verwüsteten, südwestlich auf Ramsdorf zugelegenen Dorfes gewesen sein.

Erstmals wurde Großhermsdorf im Jahre 1378 erwähnt. Bereits 1555 erhielt es eine Schule, in dem der Kirchendiener, wie auch anderen Orts, als Schulmeister diente. Sie wurde im Jahre 1966 aufgelöst.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Heuersdorf ein Bauerndorf, ehe der Kohlebergbau im Bornaer Raum die Beschäftigungsstruktur änderte. Das Dorf lebte vorwiegend von Ackerbau und Viehzucht.

Am 1. April 1935 wurde die Gemeinde Großhermsdorf in die Gemeinde Heuersdorf eingegliedert. Zurzeit wird über das weitere Bestehen des Dorfes noch verhandelt, da dieses im Einzugsbereich der Braunkohle liegt.

Auf dem Rittergut Großhermsdorf sollte man dabei einen Augenblick verweilen. Ebenso sehenswert ist die romanische Emmauskirche von Heuersdorf, welche wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Eine zweite Kirche steht im Ortsteil Großhermsdorf. Die im 15. Jahrhundert erbaute Taborkirche zieht mit ihren großen bemalten Fenstern die Blicke auf sich.

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten aus Heuersdorf zählt Alexander Clarus Heinze (1806 – 1856). Der liberale Gutsbesitzer war seiner Zeit im demokratischen Bewußtsein voraus und wirkte als Kommandant in den Wirren der Revolution 1848 ⁄ 1849 in Deutschland mit. Somit steckt in dem Bildnis des Kampfes David gegen Goliath, das den Großhermsdorfer Dorfplatz schmückt, auch die Visionen des Alexander Clarus Heinze.

Haben wir Ihre Neugier geweckt, dann nehmen Sie teil unter www.heuersdorf.de.