Die Jahnshainer Kirche

Kirche Jahnshain
Weit "reckt" sich der Kirchturm in der idyllischen Landschaft in den blauen Himmel – ein imposanter Anblick. Das Gotteshaus, von einer Friedhofsmauer umgeben, ist das älteste Gebäude im Ort und in massiver Steinbauweise errichtet. Das Kirchenschiff aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert ist noch heute sichtbar. Leider gibt es kein Zeugnis, wann und wem die Kirche geweiht wurde. Die Patronatherrschaft oblag der Gutsherren von Sahlis.

Das romanische Eingangsportal besteht aus Rochlitzer Pophyrtuff. Die antike Tür aus Eichenholz ist mit kunstvollen Eisenbändern ausgerüstet und bildete im Mittelalter den Eingang zum letzen Zufluchtsort der Einwohner. Der spitze Dachreiter des Kirchenschiffs, in welcher die Turmuhr und der Wetterhahn integriert sind, sowie der Chor (Kirchenraum mit Altar) entsprangen der Spätgotik.

Geheimnisvoll zeigt sich der Taufstein aus Rüdigsdorfer Sandstein mit germanisch eingeritzten Schriftzeichen. Er wurde der Kohrener St.–Gangolf–Kirche 1605 abgekauft. Johann Heinrich stiftete die steinerne und bemalte Kanzel 1686 – eine Inschrift bestätigt dies. Eine 1707 errichtete Altartafel stellt die Vita Jesus dar.

Nummerierungen und Initialen auf den Emporplätzen bezeugen, dass eine geregelte Sitzordnung bestand. Nur männliche Familienmitglieder waren bis ca. 1950 berechtigt, diese Plätze zu nutzen und an die Nachkommen zu vererben. Die Böhme–Orgel "bewacht" das Kirchenschiff. Sie wurde bei der letzen Renovierung, wie die farbliche Gestaltung des Interieurs in ihren Ursprungszustand zurückversetzt. Die heutigen drei Glocken gingen aus dem 19. und 20. Jahrhundert hervor.

Die Eigentümlichkeit der Kirche verleiht ihr einen besonderen Charme!