Kahnsdorf, Zöpen und Pürsten

Kahnsdorf
Das Dorf Kahnsdorf existiert seit 1956 als selbständige Gemeinde, mit den Dörfern Zöpen und Pürsten. Nach 1935 gehörte es zur Gemeinde Neukieritzsch. Durch den Tagebau Witznitz, wurde die Verbindung der Dörfer zu Neukieritzsch abgeschnitten, so entstand die selbständige Gemeinde Kahnsdorf. Auf das Jahr 1350 ist die erste Erwähnung zurück zuführen.

Die Nachbardörfer Pürsten und Zöpen entstanden als sorbische Siedlungen, Kahnsdorf folgte als deutsche Gründung. Wegen des großen Reichtums sind die Orte Zöpen, Kahnsdorf und Pürsten auch als "Fürstentümer" genannt.

Im Rittergut der Familie Ernesti in Kahnsdorf traf am 01. Juli 1785 Friedrich Schiller mit Christian Gottfried Körner zusammen. Beide Männer schlossen Freundschaft. Diese regte Schiller zum weiteren dichterischen Schaffen an, und half ihm aus einer finanziellen Misere.
In Kahnsdorf vollzog sich eine Schicksalswende in Schillers Leben und machte den Ort gleichsam zu einem symbolischen Ort.

Im Jahre 1955 wurde anlässlich des 150. Todestages eine Gedenktafel von Friedrich Schiller am Herrenhaus angebracht.

Gedenktafel Friedrich Schiller
In wenigen Jahren wird der Ort Kahnsdorf inmitten einer Seenlandschaft mit viel Grün, Strand und Wellen liegen. Für den Hainer See, der direkt neben dem Ort liegt, existieren Planungen für einen Unterwasserfreizeitpark.

Zum betrachten und wandern lädt das Rittergut der Familie Ernesti, mit den angrenzenden Park, in Kahnsdorf ein.