Der Töpferbrunnen von Kohren–Sahlis

Der Töpferbrunnen in Kohren–Sahlis wurde am 24. Juni 1928 eingeweiht und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Mit dem Balladendichter Börries Freiherr von Münchhausen ist der Brunnen in Verbindung zu setzen.

Von 1902 – 1922 lebte Börries Freiherr von Münchhausen in Sahlis bei seinen Schwiegereltern. Er widmete den Bürgern ein kleines Gedicht, welches auf der Vorderseite des Brunnens zu lesen ist.
Töpferbrunnen
Städtlein auserkoren,
wo rinnt außer Kohren
solches Nass aus Rohren,
wie wir hier erbohren.

Städtlein über Hügeln,
deine Töpf' und Krügeln
alles überflügeln,
was die anderen klügeln.

Städtlein reich gesegnet,
ob es schneit ob's regnet,
was Dir auch begegnet,
Städtlein sei gesegnet.

Im Jahre 1890 erhielt Kohren eine neue Wasserleitung und somit war das Schicksal des alten Marktbrunnens im Städtchen besiegelt. Die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen und der Brunnen zierte den Markt nicht mehr. 6000 Mark schenkte Pfarrer Heinrich Jentsch der Stadt, um einen neuen Brunnen zu bauen.

Der 1. Weltkrieg und die Inflation kamen dazwischen, doch das Projekt geriet nicht in Vergessenheit. Weitere Mittel stellten das Ministerium des innern des Landes Sachsen und der akademische Rat der bildenden Künste Dresden zur Verfügung.

Töpferbrunnen Der Zuschlag für sein Modell des Töpferbrunnen erhielt der Frohburger Kunstkeramiker Kurt Feuerriegel. Auf einem Sockel aus Rochlitzer Porphyr steht der achteckige Brunnen. Die typischen Arbeiten eines Töpfers werden auf den Bilderkacheln dargestellt. Die Funktion des Wasserspeiers übernehmen zwei Hundeköpfe, die rechts und links des Brunnens angeordnet sind.