Naturschutzgebiet "Kulkwitzer Lachen"

Südlich des Kulkwitzer Sees befindet sich im Markranstädter Ortsteil Gärnitz das Naturschutzgebiet "Kulkwitzer Lachen".

Es stellt ein 40 Hektar großes Territorium dar, das zu 50 % aus Wasser– und Schilfflächen besteht. Bestände an beachtlichen Laichgewässern sowie wertvolle Brut– und Unterschlüpfe für Vogelarten siedelten sich an. Eine bemerkenswerte Flora und Fauna, darunter auch die seltene Rotbauchunke, sind sichtbar.

1990 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, dienten die Wiesenflächen bis 1989 als Rinderweide einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). 1993 übernahm, nach Jahren der nicht intensiven Nutzung, der Landesverband Sachsen des NABUs die Pflege derer.

Mit Hilfe von Investoren förderte man die Renaturierung. An der Stelle des Stalles wurde im Frühling 1995 ein an der Südseite mit Feldsteinen angelegter Wall aufgeschüttet. Aus der Siloanlage entstand ein Aussichtshügel, den Naturfreunde als lohnenswertes Ausflugsziel bezeichnen.

Im Sommer 1998 gründete sich die Regionalgruppe "NSG–Kulkwitzer Lachen". Sie engagiert sich mit viel Enthusiasmus und Fleiß für die Weiterentwicklung dieser reizvollen Landschaft. Mit dem Einsatz Schottischer Hochlandrinder ist eine natürliche Wiesenpflege garantiert. Das dient ferner dem Ziel, Bodenbrüter vom Gebiet fern zu halten, um bedrohte Vogelarten (z.B. Braunkehlchen) zu schützen.