Lobstädt

Lobstädt
Der Ort Lobstädt zählte über Jahrhunderte hinweg zu den Ortschaften, die kein Dorf mehr, aber auch noch keine Stadt waren. Einige andere Ortschaften, wie Rötha oder Regis, entwickelten sich zu Städten, während Lobstädt trotz vieler Bemühungen der Einwohner diese Entwicklung verwährt blieb. Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1299, der Ort aber ist wesentlich älter.

Die Furt des Ortes wurde von einer Wasserburg gesichert, aus dem sich ein Rittergut entwickelte. Auf diesem ansässig waren die bedeutenden sächsischen Adelsgeschlechter von Könneritz und von Einsiedel. Um das Jahr 1700 herum, bürgerte sich aus dem ursprünglichen Namen Lobschwitz, der Name Lobstädt ein.

Die Wirtschaft des Ortes bestand über Jahrhunderte aus einer leistungsfähigen Landwirtschaft und weithin bekannten Gast– und Gewerbebetrieben. Lobstädt besaß Brau– und Schankrechte und war vom Bornaer Meilenprivileg befreit. An der alten Salz– und Heerstraße von Halle über Borna nach Zwickau gelegen, hatte Lobstädt durch Kriege sehr zu leiden. Auch von Feuersbrünsten blieb es nicht verschont. Der Braunkohleabbau entwickelte sich nach 1867, durch die Einweihung der Eisenbahnstrecke Neukieritzsch – Borna.

Lobstädt war im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts der Mittelpunkt des Bornaer Reviers. Im Jahre 1948 wurde das nahe gelegene Bergisdorf, das 1951 dem Tagebau Deutzen weichen musste, nach Lobstädt eingemeindet. Lobstädt, welches heute wie auf einer Halbinsel liegt, wird von rekultivierten Tagebauflächen umgeben.

Durch die entstehenden Seen, Wander–, Reit– und Radwege werden hervorragende Chancen für eine Ausflugs– und Erholungslandschaft geschaffen. Die heutige Gemeinde Lobstädt entstand 1994 durch den Zusammenschluss der Orte Kahnsdorf, Großzössen und Lobstädt.

In Lobstädt ist das Postgut sehenswert, in welchem heute das Gemeindezentrum untergebracht ist. Ebenso einen Blick wert ist die Lobstädter Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert.

Für Naturliebhaber ist die Umgebung von Lobstädt sehr zu empfehlen. Hervorzuheben ist das Naturschutzgebiet Lobstädter Lache, das mit seiner seltenen Flora und ausgedehnten Vogelrastgebieten besticht.

Um nach den anstrengenden Wandertouren seinen Hunger zu stillen, gibt es eine gute Gaststätte – das Wirtshaus zum Kastanienhof.

Haben wir Ihre Neugier geweckt, dann nehmen Sie teil unter www.lobstaedt.de