Meusdorf

Meusdorf
Die höchstgelegene Ortschaft im Leipziger Raum ist kleiner als Linda und gibt 70 Bewohnern ein Zuhause. Seit Januar 1999 gehören Meusdorf, Linda und Jahnshain – als ein Ortsteil – zur Gemeinde Kohren–Sahlis.

Frühere Bezeichnungen waren Meußdorf, Meuselsdorf sowie Meussilstorff, welche auf einen deutsch-slawischen Mischmnamen schließen lassen. Das ursprüngliche Gassendorf mit Feldbreitenflur war so strukturiert, dass die Gehöfte zu beiden Seiten der Dorfgasse eng zusammen standen. Meist waren sie in Fachwerkbauweise mit Stroheindeckungen errichtet worden. Diese Tatsachen begünstigten ein verheerendes Unglück am 5. Juli 1827, welche in den Annalen als "Roter Hahn" eingegangen ist. Ein Brand wütete so stark, dass er fast den gesamten Ort vernichtete. Der Wiederaufbau der Dorf– und Feldanlage erfolgte unter der Mithilfe der Nachbarorte 1827/28 in moderener Form. Ferner wurde auf eine Verbreiterung in Richtung Jahnshain geachtet.

Dieses Bild hat sich Meusdorf bis heute bewahrt. Entdecken Sie also üppige Bauerngärten mit alten Buchsbaumeinfassungen. Schlusssteine mit den Initialen des Bauherrn und der Jahreszahl 1828 krönen Torhäuser mit ausdrucksvollen Korbbögen. Holztore künden mit dem weit verbreiteten Sonnenmotiv vom fortwährenden Neubeginn.