Geschichte von Mölbis

Die Gemeinde Mölbis ist ein Randgebiet der Göselaue und liegt 15 Kilometer südlich von Leipzig.

Mölbis wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts, durch den Beginn der Braunkohlenförderung, immer mehr durch die Industrie geprägt.
Mölbis
Am Industriestandort Espenhain, ein nahe gelegener Nachbarort, haben sich noch vor dem Zweiten Weltkrieg Brikettfabriken, Kraftwerke und eine Braunkohlenschwelerei angesiedelt.
Als Beispiel für die Wirtschaftspolitik galt das mitteldeutsche Braunkohlenrevier, durch das die Umweltschäden für Mölbis sehr prägnant waren.
Doch ein Teil der Mölbiser setzte sich unter dem Dach der Kirche gegen die drohende Umweltverschmutzung in der DDR zur Wehr. Die Bürger protestierten 1990 für einen Wiederaufbau ihres vom Verfall bedrohten Dorfes. Der Bürgermeister Ditmar Haym bejahte den Zusammenhalt seiner Gemeinde (trotz Umweltproblemen) und setzte sich für die Wandlung des damals dreckigsten Orts zu einem schönen Dorf ein.

Am Vorabend der deutschen Einheit begann das Projekt "Hoffnung Mölbis" mit der Bepflanzung der "Hoffnungslinde". Es wurde allein von der Mehrheit der Bürger getragen, so dass es auch bis ins nächste Jahrtausend weiter geführt wurde.
Dadurch schaffte Mölbis eine neue Infrastruktur. Die "Teichachse" wurde der Natur zurückgegeben, Sozialwohnungen erbaut und die alte Orangerie entwickelte sich zum Umwelt– und Industriegeschichtlichen Informationszentrum.

Die heutigen Alternativen wie Wohnen, Arbeiten und Erholung ergeben das Gesamtkonzept der Umgestaltung des Ortes. Für die Zukunft im Südraum Leipzig sind der Bereich des Industrieparks Espenhain, der geplante Grüngürtel und die Trageser Hochhalde wichtige Vorhaben.

Den Beweis für die zukunftsreiche Zusammenarbeit hat Mölbis bereits abgelegt. Nunmehr ist das Projekt "Hoffnung Mölbis" zum Symbol für die Auferstehung und das Weiterleben von Mölbis geworden.

Heute zählt das kleine Dorf ca. 452 Einwohner. Es ist saniert und ein Kleinod für die Region. Im Ort gibt es einen Pferdehof – den "Mühlenhof Mölbis"