Dreierbund
Hainer See ⁄ Haubitzer See ⁄ Kahnsdorfer See

Kartenausschnitt vom See
Seit 1990 wurde mit der Umgestaltung des Tagebaus Witznitz begonnen. Aus ihm entsteht bis 2006 ein Verbund von drei Seen. Für den Betrachter ergibt sich somit auf der Freizeitkarte folgendes Bild: Umrahmt vom Kahnsdorfer See im Westen und dem Haubitzer See im Osten bildet der Hainer See den Mittelpunkt. Nur noch eine kleine Halbinsel wird im Endeffekt Hainer und Haubitzer See trennen.

Mit 387 ha Wasserfläche ist er nach dem Cospudener See der Zweitgrößte im Südraum Leipzig (Stand 2004). Der Haubitzer See weist ein Wasservolumen von 158 ha auf, der Kahnsdorfer See 112 ha. Er ist somit der kleinste der 3 Seen und zwischen Rötha und Großzössen ausfindig zu machen.

Hainer See
Die landschaftliche Gestaltung des Hainer Sees gliedert sich folgendermaßen:

An der Nordböschung ist ein Freizeitbereich mit Badestrand angesiedelt, an der Südwestböschung ist der Wassersportbereich inklusive Badestrand anzutreffen. Der pH–Wert des Wassers bewegt sich im neutralen Bereich, die Wasserqualität ist erste Güte. Eine Hafenanlage für Segler (mit Bootshaus, Bootsliegeplätze und Campingplatz) ist in Planung sowie die Errichtung erholungsbezogener Einrichtungen und Ferienanlagen.

Kahnsdorfer See
Der Kahnsdorfer See ist mit seinen Sukzessionsflächen (Entwicklungsflächen) als Naturschutzbereich ausgewiesen. Somit besteht keine Bademöglichkeit. Einzig und allein der Flora und Fauna ist es vorbehalten, dieses Gebiet zu erobern (u. a. Feucht–, Brut– sowie Rastbiotope, Libellen– und Heuschreckenstandort).

Über die B 95 von Leipzig nach Chemnitz, Abfahrt Rötha Richtung Kahnsdorf sind die 3 Seen sehr gut zu erreichen. Um das Wegenetz optimal zu gestalten, ist der Ausbau der Ost–West–Verbindung vorgesehen. Von der B 176 bei Neukieritzsch wird diese zur B 95 unter nördlicher Umgehung von Großzössen führen.

Bei der Realisierung des Projektes "Gewässerverbund Region Leipzig" wird der Hainer See an Pleiße und Wyhra angebunden werden.

Vision "Unterwasserwelt Hainer See"

Eingebettet in einer reizvollen Gegend bietet der Hainer See bereits heute dem Betrachter ein eindrucksvolles Bild!

Jedoch soll ein innovatives Projekt dazu beitragen, dass die Tourismusentwicklung in diesen Breiten neue, andere Impulse erfährt. Eine beispiellose, einzigartige Unterwasserwelt – die Unterwasserwelt Hainer See – soll aus der Taufe gehoben werden. Sie wird Möglichkeiten bieten, Urlaub, Freizeit und Forschung in einer bisher nie da gewesenen Form zu entdecken und zu erleben.

Vom Zoo bis zur Tauchschule, Shopping–, Gastronomie– und Hoteleinrichtungen, neue Wege in der Unterwasserfotografie beschreiten – alles das wird unter dem kühlen Nass vertreten und betretbar sein. Die wissenschaftliche Bedeutung liegt in der modernen Unterwasserforschung.
Um die Unterwasserwelt sollen sich folgende Themenbereiche anordnen: eine einzigartige Wasserstadt, Unterbringung– und Übernachtungsmöglichkeiten, ein Kongresszentrum, Jacht– und Motorboothafen. Ein Unterwasserfilmstudio wäre eine weitere innovative Idee – zumal es auf der Welt nur wenige gibt.

Mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen und der Schaffung von etwa 100 Dauerarbeitsplätzen im Dienstleistungssektor werden Vorraussetzungen geschaffen, weitere Investoren anzulocken.

Warum soll ausgerechnet der Hainer See diese Wandlung erfahren?
Er ist mit der geplanten A 72 (Autobahn Chemnitz–Leipzig) im Leipziger Neuseenland zentral gelegen und mit dem überregionalen Verkehrsnetz sehr gut verbunden. Zum zweiten ist es die Charakteristik des Sees mit seiner fast endlosen Tiefe, die dieses Vorhaben begründet. Ein weiterer Aspekt ist die Fertigstellung in naher Zukunft, zumal der Zwenkauer wie auch der Störmthaler See erst ab 2011 nutzbar sein werden.

Einer der bedeutendsten (Neu)Seen im Leipziger Landkreis!