Kulkwitzer See

Nordöstlich von Markranstädt erstreckt sich in schlanker, fjordähnlicher Gestalt der Kukwitzer See. Die Landkreisgrenze halbiert den See. Der östlich liegende, zu Leipzig–Grünau gehörende Teil ist der größere; in seiner Gesamtheit formt er für Bewohner und Gäste eine grüne Oase.

Mit einer Wasserfläche von 150 ha ist er ein kleiner See, mit 36 m aber beachtlich tief.
Kulkwitzer See
Ein Taucherparadies, das nicht nur national Einzug hielt, hinterlässt wunderbare, spannende Eindrücke und die Faszination einer Unterwasserwelt einer einstigen Braunkohlenlandschaft. Besonders anziehend wirkt ein verborgenes Sportflugzeug vom Typ Piper, das es zu erkunden gilt. Eine Vielzahl von Sport– und Freizeitmöglichkeiten im lichten Wasser und am Strande ist hier nur allzu gut begründet. In Vereinen wird Segeln, Surfen, Kanusport und Angeln ausgeübt.

Schon 1958 stand fest, das verbleibende Restloch des 1963 still zu legenden Tagebaus in ein Naherholungsgebiet umzuwandeln. Ein schrittweiser, auf 30 Jahre angelegter Realisierungsplan wurde ausgearbeitet und im selben Jahr mit den Regulierungsarbeiten begonnen. Klares Grund– und Niederschlagswasser sammelte sich im Hohlraum an. 1973 erfolgte dann die offizielle Einweihung des 400 ha großen Naherholungsgebietes.

Was für den Cospudener See der Aussichtsturm auf der Bistumshöhe ist, ist für den "Kulki", wie er liebevoll unter den Einheimischen genannt wird, die MS "Frieda". 1972 wurde der ehrwürdige Saale–Kahn von 53 m Länge und 6 m Breite in 3 Teilen nach Leipzig verladen und als zeitgemäße Schiffsgaststätte entworfen. In Angrenzung an dem Leuchtturm stellt sie noch heute ein charmantes Aushängeschild dar. Gegenwärtig lädt das italienische Restaurant "La barca", wie auch weitere gastronomische Einrichtungen, zu deliziösen Spezialitäten ein.

Zukünftige Planungen sind ein Bootsverleih am Lausener Strand sowie auf Markranstädter Seite ein Strandbad mit Eiscafe, Imbiss und Beachvolleyball–Platz. Anstelle der Bungalowsiedlung werden 20 Ferienhäuser im norwegischen Stil errichtet, die das skandinavische Flair des Sees unterstützen werden.