Zwenkauer See

Der Zwenkauer See entsteht aus einem 1000 ha großen Restloch des ehemaligen Tagebaus Böhlen ⁄ Zwenkau, dem in Deutschland am längsten Betriebenen.

Zwenkauer See
Von 2006 bis 2010 wird durch Zustrom von Grund– und Oberflächenwasser die Flutung herbeigeführt– es entwickelt sich der größte See mit Hochwasserschutzfunktion im Neuseenland. Dadurch gewinnt die Weiße Elster wieder stärker an Bedeutung, weil sie neben dem Sümpfungswasser aus dem Tagebau Profen für die Wasserspeisung genutzt wird.

In Verbindung mit den Städten Zwenkau und Leipzig wird er einen hohen Freizeit– und Erholungswert erringen. Der auf der Freizeitkarte überwiegend untere dargestellte Teil des Sees ist für die Komplexe Natur und Landschaft vorgesehen. Ein Paradies für Badefreudige, Camper, Segler und Surfer wird in gut einem Jahrzehnt (1999 – 2010) gestaltet werden. Dampfer mit festen Fahrtlinien werden künftig über das kühle Nass schippern. Geplant ist eine 21 km lange Radrennstrecke mit potenziellen Alternativstrecken, die um das Gewässer führen. Wettkämpfe im Breiten– und Spitzensport werden veranstaltet.

Um nicht nur den sportlichen Aspekt entgegenzukommen, wird auch der geistige bedient. Im baldigen Archäologiepark am Südwestufer des Sees werden Touristen kulturhistorische Zeugnisse aus Rettungsgrabungen des Sächsischen Landesamtes für Archäologie aus 7 Jahrtausenden bestaunen können. Ein Ausstellungspavillon spiegelt das Zeitalter des Tagebaus in unserer Region und die Bau– und Bedienweise des kolossalen und imposanten Industriedenkmals "Abraumförderbrücke Böhlen II" wieder. Sie finden ihn am ehemaligen Betriebseingang zum Tagebau Zwenkau am Südufer.

Zwenkau wird eine lukrative Bereicherung im "Kap Laura" finden – einen neuen Stadtteil mit exquisitem Seehafen. Individuellen Konzepten soll Raum gegeben werden, z.B. der Idee zur Planung eines "Hauses der Gesundheit" mit wechselnden Ausstellungen.

Zwenkauer See
Abgerundet wird das Angebot an Erholung und Entspannung mit dem Belantis Vergnügungspark Leipzig am Nordufer des Sees sowie dem Golfplatz am Cospudener See. Um dies verwirklichen zu können, wird viel Geld und Kraft investiert sowie die Infrastruktur ausgebaut werden müssen.

Wirtschaftlich gesehen bieten sich gute Chancen für die Fischerei–Nutzung. Mit künftigen Waldgebieten zwischen Cospudener und Zwenkauer See sowie dem geplanten Gewässerverbund intensiviert sich die Anziehungskraft.

Am Nordufer des Sees ensteht in liebevoller Arbeit die Neue Harth. Dieses Gebiet wird aufgeforstet, um eine noch höhere Attraktivität für die Region und den Tourismus zu schaffen. Es erinnert an das Waldgebiet der Harth im Osten von Zwenkau, das seit der Inbetriebnahme des Tagebaus Anfang der 20–er Jahre des letzten Jahrhunderts den Baggern zum Opfer fiel. Sie soll den Charme des einst heideartigen Gefildes vermitteln und wieder aufleben lassen. Mit der Erschließung von Rad– und Fußwegen wurde bereits begonnen.