Oetzsch

Oetzsch
Bis zur Gründerzeit war die slawische Dorfstruktur sichtbar. Ein Beispiel dafür ist der bis heute klassische, um einen Dorfplatz gelegene Rundling. Oetzsch wandelte sich zum kleinstädtischen Handels–, Handwerks– und Verwaltungszentrum mit Bahnhof, Postamt, Hotel, Schulen und Gaststätten. Die Entwicklung ging einher mit einem starken Bevölkerungswachstum. Die erbauten Strukturen wiesen eine sehr hohe Ähnlichkeit zur gründerzeitlichen Erweiterung der Stadt Leipzig auf.

Raschwitz und Oetzsch schlossen sich bereits 1864 zusammen; Anfang des 20. Jahrhundert wuchsen sie baulich ineinander. 1915 vereinigten sich Oetzsch und Markkleeberg zu einer Gemeinde; 1934 erfolgte mit Gautsch die Gründung der Stadt Markkleeberg.

Nach der partiellen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg verfielen die Gründerzeitvillen zusehends. Erst mit der Wende wurde dieser Entwicklung Einhalt geboten und sie beseitigt. Heute zeigt sich der Stadtkern von Markkleeberg, u. a. mit Rathaus und angrenzendem Ratskeller "Zur Linde", im neuen Glanz.