Die Ev.–Luth. Lutherkirche Ossa

Der älteste Teil der Kirche ist eine kleine romanische Anlage aus dem 12. Jahrhundert, indem nur noch der westliche Teil, die südliche Umfassungsmauer und das Chorhaupt erhalten sind. Die Krönung des gleichschenkligen, reichgebildeten Kreuzes ist der massive Westwinkel aus Rochlitzer Porphyr.

Kirch Ossa Anfang des 13. Jahrhunderts wurde der Kirchturm errichtet.

Um die Wende des 15. Jahrhunderts erfolgte die Erweiterung der romanischen Kirche durch die Familie von Ossa. Das Schiff verbreiterte man in nördlicher Richtung und teilte es durch drei achtseitige Pfeiler in zwei Schiffe. Eine kleine Halte wurde vor der romanischen Südpforte gelegt. Ein Treppentürmchen entstand zwischen Vorhalte und Westwinkel.

1828 erhielt die Kirche ein neues Orgelwerk und die Sakristei. Die Orgel bildet eine zweimanualige mit elf klingenden Stimmen und wurde von dem bedeutenden regionalen Meister Urban Kreuzbach (1796–1868) errichtet.

Kirche Ossa Im Jahre 1892 erfuhr die Kirche einen zweiten gründlichen Umbau und wurde am 12. Dezember desselben Jahres als Lutherkirche durch den damaligen Superintendenten Clauß neu eingeweiht. Mit einer wundervoll getäfelten Holzdecke stellte sie eine der schönsten Kirchen dar. Am Eingang befinden sich Büsten von Melanchton und Luther, diese gehörten ursprünglich der Ossaer Schule.

In einen der beiden Weltkriege verschwand die große Glocke spurlos, so dass gegenwärtig die kleine und die mittlere Glocke ertönen. Diese werden heute noch mit der Hand geläutet. Nach der Wende wurden Turm, Dach, Fenster und Fassade instandgesetzt.

Die Entstehung des Pfarrhauses erfolgte um 1575, wesentliche Neuerungen erfuhr es 1768 und 1873. 1892 wurde das Pfarrhaus bereits mit einer Wasserleitung versehen. Gegenüber ist im Jahre 1879 auf dem Platz der ehemaligen Kirchenschule das Schulgebäude errichtet worden.