Stadtkirche St. Laurentius Pegau

Die Stadt erfuhr eine positive Entwicklung durch die Gründung des Pegauer Klosters St. Jakobs unter den Stadtherrn Wiprecht von Groitzsch.

Als Bestandteil der Oberstadt wurde es 1096 prachtvoll eingeweiht. Wiprecht von Groitzsch trat dem Kloster 1124 bei, nachdem er seine weltliche Macht ablegte und kurze Zeit später starb. Nach seinem Tod wurde er hier begraben. 1156 brannte das Kloster bis auf das Schlafhaus ab. Die Einweihung der wieder aufgebauten Klosterkirche in Pegau erfolgte 1160 durch den Bischof Johannes von Merseburg.
St. Laurentius Kirche


1382 brannte die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Der Wiederaufbau war im Jahre 1463 beendet, einstige Bruchstücke des romanischen Westwerkes wurden integriert.

Ein neuer Hochaltar wurde 1621 eingeweiht. Das Schmuckstück des Malers Jacob Wendelmuth und des Bildhauers Jacob Meinhardt zeigen die Altarbilder "Heiliges Abendmahl" sowie die Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Seitlich verneigen sich Moses, Apostel Paulus, König David und Johannes, der Täufer.

Eindrucksvoll erstrahlt das Hauptbild. Gott, Jesus und Adam bilden einen Kreis mit ihren Händen, inmitten schwebt die Taube des Heiligen Geistes. Thematisiert werden einerseits Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies, andererseits Werke der Barmherzigkeit. Auf der Spitze thront Jesu als Weltenrichter.

Ein weiteres Juwel ist die von Urban Kreuzbach aus Borna im Jahre 1851 erbaute Orgel. Sie besitzt 35 Register und ca. 1200 Pfeifen. Das Orgelprospekt (Tasteninstrument) entstammt der letzten großen Renovierung von 1934.