Quesitz

Quesitz
Ursprünglich von Sorben gegründet, liegt Quesitz an der historischen "via regia". Sie erstreckte sich von Westdeutschland über Naumburg, Weißenfels und Leipzig nach Osten, das enspricht der heutigen B 87.

Bis zum Jahre 1815, in dem der Wiener Kongreß stattfand, zählte Quesitz zum Amt Lützen und mit diesem zum Hochstift Merseburg. Nach der Teilung Sachsens trat er dem Kreisamt Leipzig bei.

Heute leben im Ort mit bizarrer Dorfstruktur und barocker Kirche, die von 1751 bis 1773 erbaut wurde, rund 680 Einwohner. Zum Inventar zählen ein mit Rokoko-Ornamenten verzierter Kanzelalter. Er stammt aus der Bauphase, ein edler Taufstein von 1515 wurde der einstigen Kirche entnommen.

Während der Völkerschlacht verheizten die Heereseinheiten das wertvolle Kirchenholzwerk, das erst nach und nach rekonstruiert werden konnte.

Quesitz und seine Tochtergemeinde Kulkwiz bilden mit Miltitz, Lausen und der Stadt Markranstädt eine kirchliche Gemeinschaft.

Ein jährliches Volksfest, das der Reit–, Fahr– und Sportverein "Theodor Körner" ausrichtet, zieht die Besucher von Nah und Fern in seinem Bann.