Christuskirche Rüdigsdorf

Seit wann es eine Kirche in Rüdigsdorf gibt ist nicht mehr erhalten. Erstmals wird 1466 ein Pfarrer Johannes Weber genannt. Die Christuskirche selbst, welche heute zur Kirchgemeinde Kohren–Sahlis zählt, wurde erstmalig 1271 erwähnt.

Christuskirche Rüdigsdorf Mit der Übereignung des Rittergutes Rüdigsdorf 1810 erwarb die Familie Crusius das Patronat über die Kirche. Aufgrund der Vermählung der Tochter mit dem Kohrener Pfarrer ließ Dr. jur. Wilhelm Leberecht Crusius die Kirche auf den Grundmauern des Vorgängerbaus im neugotischen Stil errichten. Der Bauherr war kein Geringerer als der Leipziger Architekt und Semperschüler Oscar Mothes (1828 – 1903).

Schmuckstücke im Inneren sind der gusseiserne, neugotische Taufstein aus Lauchhammer, Schnitzarbeiten an der Kanzel sowie Altar und Orgel von Hofbildhauer Paul Segeberg aus Köln. Gustav Jäger (1808 – 1871) gestaltete das Altargemälde "Christus als Friedensfürst" – ein Farbglasfenster. Die in der Patronatsloge befindlichen Fenster wurden durch Glasmalerei belebt. Das Altarkruzifix stammt von dem Dresdener Ernst Rietschel.

Umfassende Sanierungsarbeiten fanden in der frühen Vergangenheit statt.