Die Ev.-Luth. Kirche St. Marien zu Wickershain

Sankt Marien Wenn Sie aus östlicher Richtung in Geithain eintreffen, empfängt Sie die imposante Wallfahrtskirche Sankt Marien. Sie ist eine der schmuckesten Dorfkirchen Sachsens und wurde 1186 zum ersten Mal erwähnt.

Die Baugeschichte, die sich auf mehrere Epochen erstreckte, macht die Eigentümlichkeit und den Reiz dieses Sakralbaus aus.

Geithain gehörte im 17. Jahrhundert zur Hochburg Sachsens. Aus dieser Zeit stammt die erste graphische Darstellung der Stadt des berühmten Malers W. Dillich – mit der Marienkirche. Im Jahre 1648 wütetete ein durch einen Blitzschlag enstandener Brand so stark, dass nur Altar, Kanzel und Taufel erhalten blieben. Durch unglückliche Umstände wurde der Kirchenbau erst im Jahre 1756 völlig wiederhergestellt.

Bekannt wurde die Kirche durch eine aus Lindenholz gefertigte, gotische Marienstatue. Sie war Pilgerstätte für viele Gläubiger aus Nah und Fern – ein Höhepunkt bildete der 2. Juli eines jeden Jahres, an dem man das Fest der Heimsuchung Marias begang.

Bewundern können Sie das Abbild der Marienstatue nur noch in der Sächsischen Kirchengalerie in Dresden, da sie nach der Überführung an das Königlich–Sächsische Altertum dieser Stadt im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombenangriff verbrandte.