Eichholz

Eichholz
Das ca. 150 ha große Eichholz, westlich von Zwenkau gelegen, stellt den südlichsten Teil des Leipziger Auenwaldes dar. Dieser wurde durch den ehemaligen Tagebau Zwenkau vom Auenwaldgürtel, ein artenreiches Biotop in Mitteleuropa abgetrennt. Der Tagebau umschloss den Ort von Südost bis Nordwest.

Die Weiße Elster durchfloss einst das Eichholz. Im 19. Jahrhundert wurde sie begradigt, Hochwasserschutzwälle errichtet. Von 1973 bis 1978 erfuhr sie einen weiteren Einschnitt: Aufgrund des Tagebaus wurde die Elster in ein künstliches Bett von 12 km Länge verlegt.

Das Flächendenkmal "Imnitzer Lachen" besitzt 7 kleine bis mittelgroße Stillgewässer. Es sind ehemalige Lehmstiche, die als Vogelschutzgebiete und Laichgewässer für Amphibien dienen. Eine artenreiche Tier– und Pflanzenvielfalt bereichert das Territorium. Schilfe, Hölzer und Weiden stehen an den Ufern, verschiedene Pflanzenarten, wie Malven, Kratz– und Himbeeren, Goldrute sowie Disteln, sind vertreten. Das im Leipziger Land selten anzutreffende Wasser–Kreuzkraut gedeiht im Biotop. Im Sommer kann man dem Zirpen der Grünen Heupferde lauschen. Im Wasser haben sich überwiegend Karpfen, Schleien, Zander, Aale und Hechte angesiedelt. Feuchtwiesen runden das Bild ab.

 Imnitzer Lache und Frühlingserwachen im Eichholz
Das Eichholz bietet seinen Besuchern gute Beobachtungsmöglichkeiten in der üppigen Flora und Fauna. Ein ahornreicher Stieleichen–Hainbuchenwald nebst Eschen und Feldulmen prägt das Bild. Die Zwenkauer Eichholzwanderungen im April und Oktober jeden Jahres und die Tagebauwanderungen auf den Pfaden des zukünftigen Zwenkauer Sees entwickelten sich zur lieb gewonnenen Tradition.

Mit der künftigen Flutung und Entstehung des Zwenkauer Sees, der mit ehemaligen Wasserläufen im Eichholz verbunden werden soll, entwickelt sich ein weiteres Kleinod im Leipziger Neuseenland!